in the age of AI you need a personality & a framework.

^ Das ist meine These. 

Ich denke schon eine ganze Weile darauf rum, und für 2026 will ich auf dieser These aufbauen, daran arbeiten & damit arbeiten. 

Auf dieser Seite beschreibe ich, was ich damit meine. Das ist ein Work in Progress und kann sich ändern, ergänzen oder kondensieren. Okay, gehen wir rein!


Was meine ich damit, in Kurzform? 

Ich glaube, dass es für Soloselbstständige im Zeitalter von ChatGPT und Co unabdingbar ist, beides zu haben: die Personality, die zeigt, dass da ein echter Mensch hinter steckt mit allen Quirks, Haltungen, Erfahrungen und Werten; und das Framework, das die Qualität unserer Arbeit sichert, unseren uniquen Ansatz zeigt und dank replizierbarer Ergebnisse das Vertrauen erhöht. 

Personality & Framework ist quasi eine Weiterentwicklung von Personal Branding. Nur sympathisch und sichtbar sein reicht nicht;  du brauchst auch eine klare Methodik, die zeigt, warum deine Arbeit bessere Ergebnisse liefert als ChatGPT.

Warum ist das notwendig?

Weil wir in the age of A.I. sind. In einer Zeit sind, in der… 

  • Leute, die sich “Fit werden” als Jahresvorsatz gesetzt haben, ihren Trainingsplan von ChatGPT schreiben lassen
  • Leute, die nicht programmieren können, mit Canva AI ihre erste (und zweite, und dritte) App vibecoden
  • Leute, die mit ihren Websitetexten unzufrieden sind, diese kurz von Claude optimieren lassen, statt eine Websitetexterin anzuheuern
  • Leute, die etwas lernen wollen, nicht mehr YouTube durchforsten (gratis) oder einen Kurs kaufen (schnell), sondern KI danach fragen (gratis und schnell) 

Das kann man gut oder schlecht finden, das ist die aktuelle Realität. 🤷🏻‍♀️

KI ist nur mittelmäßig, warum ist KI trotzdem unsere Konkurrenz? 

“AI is soooo good at everything except MY job, of course x” lautet die fantastische Headline dieses Artikels von Sacha Judd über den Expertise Bias bei KI. Gemeint ist: Wenn du selbst Expertise in einer Sache hast, findest du schnell die Schwächen in KI-generierten Inhalten. 

Sprich, die Fitnesstrainerin guckt sich einen KI-generierten Traininsplan an, und wird ihn entweder als “joa könnte man so machen, ist aber ziemlich durchschnittlich und uninspiriert”-Slop bewerten, oder sogar eklatante Fehler alá “diese Übungen sollten so auf keinen Fall kombiniert werden, dadurch wird der XY-Muskel überstrapaziert” identifizieren. 

ABER: wenn wir KI für Dinge nutzen, von denen wir wenig bis keine Ahnung haben, sehen wir diese Fehler nicht, weil es halt alles sinnvoll klingt; oder weil wir die Schwächen nicht wahrhaben wollen und uns das schönreden. 

Sprich, die Fitnessstrainerin hat den KI-Trainingsplan belächelt, aber nutzt dann trotzdem die KI-Websitetexte, die KI-Social-Media-Strategie und die KI-Ratschläge für die Buchhaltung. 

Was braucht es, um mit Dienstleistungen und Produkten gegen die omnipräsenten KI-Tools anzukommen?

Ich höre von Texter:innen, die keine Aufträge mehr bekommen, weil die Unternehmen die Websitetexte lieber inhouse mit KI machen. 

Ich merke, dass mein Contentstrategie-Kurs sich nicht mehr verkauft, weil die Selbstständigen (zumindest die, die nicht eh schon Content-begeistert waren) keine Lust mehr haben, das zu lernen, wenn sie sich auf Knopfdruck eine “Strategie” rauslassen können. 

Was ich mich frage: Wo ist der Punkt, an dem Leute den ChatGPT-Tab schließen, und zurück zu den Angeboten gehen, die von einzelnen Menschen geschaffen wurden? 

  • Was bringt die Fitnesstrainerin dazu, doch eine Copywriterin anzuheuern, obwohl es (viel mehr) Geld kostet als die Texte von ChatGPT schreiben zu lassen? 
  • Wann hat die Fitnesstrainerin das Gefühl, dass es sich lohnt, die Zeit zu investieren, neue Skills zu lernen und ihre eigene Social-Media-Strategie zu entwickeln, statt einfach das zu übernehmen, was Claude ausspuckt? 
  • An welchem Punkt fragt sie bei einem Business-Problem dann doch lieber ihre Mentorin statt Gemini? 

Ich denke: Die Leute müssen merken, dass an den KI-Antworten irgendwas fehlt, und dieses etwas ist Personality UND Framework. 

Meine Definition von Personality und Framework: 

Die Personality zeigt, was dich als INDIVIDUUM einzigartig macht. Deine Werte, deine Quirks, deine Haltung, deine Erfahrung, deine Herangehensweise.

Das Framework zeigt, was deine ARBEIT einzigartig macht. Dein Prozess, deine Methode, dein System, um Ergebnisse zu liefern.

Wir wissen alle, dass die Inhalte, die von Gen-KI-Tools ausgespuckt werden, auf Wahrscheinlichkeitsrechnung basieren. Die Modelle wurden mit Unmengen an Daten trainiert, und wenn man nach einem Trainingsplan, der Erklärung eines Buchhaltungsproblems oder einer Social-Media-Strategie fragt, dann kommt da etwas raus, was ganz sinnvoll klingt. Durchschnitt halt. 

Und in manchen Fällen ist es absolut ausreichend, so ein durchschnittliches Ergebnis zu erhalten.

Aber unsere Arbeit, unsere Dienstleistungen, unsere Produkte, unsere Beratungen – sie müssen sich vom KI-Einheitsbrei abheben. Sonst gibt es keinen logischen Grund, warum jemand uns gegenüber ChatGPT bevorzugen sollte.

Die KI-Inhalte sind so günstig, schnell verfügbar und gefühlt unbegrenzt, da kann keine echte Person mithalten. 

Aber sie haben Nachteile. Eine Menge Nachteile. 

Fehlerhafte Ergebnisse dank Halluzinationen, der immer gleiche Ton (Es ist nicht nur X – es ist Y), “Ergebnisse” in einem Dutzend Chats verteilt, Inhalte immer wieder nachkontrollieren müssen…

Je nach Verwendungszweck sind manche davon schwerwiegender als andere. Wenn ich zum Beispiel einen Trainingsplan schreiben lasse, den ich privat verwende, ist mir egal, ob er so klingt wie jeder andere Trainingsplan. Bei Werbetexten hingegen ist es blöd, wenn sie genauso klingen wie von der Konkurrenz.  

Wann wählen die Leute uns statt KI?

Irgendwo ist der Punkt, wo die Rechnung nicht mehr aufgeht. Wo die Gen-KI-Inhalte zwar schnell und günstig sind, aber nicht gut genug.

Das ist der Punkt, wo Personality und Framework ins Spiel kommen. 

Wie gesagt, das ist meine These. Betonung auf These, weil ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen habe und auf gar keinen Fall einen auf AI-Business-Guru machen will. 

Aaaaber hear me out. 

Wenn die Leute von KI-Antworten genervt und enttäuscht sind, wenn der Trainingsplan keine Ergebnisse bringt, wenn die Social-Media Strategie auf Papier dem Bildschirm gut klang aber nicht in die Praxis zu übersetzen ist, wenn Konsument:innen negativ auf den AI-Look & Feel reagieren, wenn KI mehr Chaos stiftet als Klarheit schafft…

Dann – so meine These – werden die Leute den ChatGPT-Tab schließen und lieber mit echten Menschen zusammenarbeiten, auch wenn es teurer, langsamer und aufwändiger ist. 

Personality sei Dank weiß ich, dass ich es mit einer echten Person mit Erfahrung, Haltung & Persönlichkeit zu tun habe, statt mit einem Roboter, der mir nach dem Mund redet.

Das Framework sorgt für die Qualität, die Verlässlichkeit, den klaren Weg von A nach B, die Orientierung, statt die drölfte beliebige Version von Chatty generieren zu lassen. 

Personality zeigt WER du bist. Framework zeigt WIE du arbeitest.

Aber: es muss beides da sein. 

Wenn die Copywriterin sympathisch wirkt (Personality: check!), aber nur mit 0-8-15-Heldenreise und ausgelutschter AIDA-Formel arbeitet (Framework: nope!) habe ich dann das Vertrauen, dass ihre Texte besser werden als die von KI?

Wenn der Fitnesstrainer kompetent wirkt und ein patentiertes 90-Tage-Konzept hat (yay, Framework!), aber als disziplinierter Ultramarathon-Läufer überhaupt nicht meine Bundesjugendspiel-Trauma-Couch-Potato-Situation nachvollziehen kann (kein Personality-Match), werde ich seinen Plan einhalten können? 

Ich glaube, dass Personality und Framework unsere Superpower sind, um uns von maschineller und menschlicher Konkurrenz abzusetzen. 

Damit das funktioniert, ist es unser Job als Soloselbstständige, beide Teile zu reflektieren, weiterzuentwickeln, sichtbar zu machen und in unserer Arbeit aktiv zu nutzen. (Ich bin btw der Meinung, dass man beides nicht am Reißbrett entwerfen kann, sondern dass es darum geht, auszugraben, was schon da ist.)

Sprich: sich trauen, die eigenen Ecken und Kanten zu zeigen. Werte und  Charaktereigenschaften zu zeigen, die über “ich mag Kaffee” (sorry, mein absolutes Pet Peeve!) und andere harmlose Fun Facts hinausgehen. Auch riskieren, dass jemand nicht mit dir arbeiten will, weil du eine Facette von dir gezeigt hast. Leute anziehen oder abstoßen, statt lauwarm zu sein.

Sich nicht nur auf Erfahrung (z.B. beim Coaching) oder Intuition (z.B. bei Gestaltung) verlassen, sondern zeigen, welche Methodiken hinter der eigenen Arbeit stecken und sich trauen, was eigenes daraus zu stricken. 

Die persönlichen Frameworks sind dann die Grundlage für unsere Arbeit, egal ob als 1:1 Angebot (z.B. persönliches Coaching, Dienstleistung), als Gruppenangebot (Workshop, Programm), als Produkt (z.B. Template, Buch, App, …) oder in anderen Formen. 

Das Prinzip von Personality & Framework fügt für mich zusammen, was ich in den letzten Jahren in meiner Arbeit gemacht habe: 

Personality:

  • Passion Projects (HNMD)
  • Personal Branding
  • Innere Motivanalyse (IMA)
  • eigene PPs, z.B. Hexenzirkel

Framework:

  • Content-Strategie und -Systeme (MCPB)
  • Workshops (Accelerator)
  • Framework-Fokus-Sessions

Für 2026 möchte ich diese These weiter erkunden. Diese Seite wird sich entwickeln.

Fühlst du dich von meiner Personality & Framework-These inspiriert? 

Ich begleite dich dabei, beides zu erkunden, zu definieren und zu kommunizieren. Mentorship auf Anfrage: